Regenbogen

Lieber früher als später in Rente gehen

Verschiedene aktuelle Studien beleuchten die Einstellung der Bundesbürger zur Rente und zum Renteneintrittsalter. Viele würden gerne früher in Rente gehen. Zudem werden sich immer mehr bewusst, dass sie für das Alter vorsorgen müssen.

Lieber früher als später in Rente gehen

6.10.2014 (verpd) Wie eine aktuelle Umfrage belegt, würden die meisten Bundesbürger gerne vor dem 60. Lebensjahr in Rente gehen. Doch die Realität sieht anders aus. Die 18- bis 24-Jährigen gehen sogar davon aus, dass sie erst mit 68 ihren Altersruhestand genießen können.

32 Prozent der 18- bis 24-jährigen Deutschen erwarten, dass sie bis 68 oder sogar länger arbeiten müssen. Jeder Achte von ihnen fürchtet sich jedoch nicht davor, im Alter zu wenig Rente zur Verfügung zu haben. Das ergab eine kürzlich veröffentlichte repräsentative Studie des Marktforschungs- und Beratungsinstituts Yougov Deutschland AG im Auftrag eines Lebensversicherers.

Die Mehrheit (53 Prozent) der Bundesbürger würde der Studie zufolge gerne vor dem 60. Lebensjahr in Rente gehen. Jedoch halten das nur 22 Prozent für realistisch. 44 Prozent der Befragten dagegen erwarten, mit 65 in Rente zu gehen, jeder Fünfte bis 67 und 14 Prozent nach 68. Der Studie zufolge gilt: Je jünger die Befragten sind, desto höher schätzen sie die Wahrscheinlichkeit ein, noch bis ins hohe Alter ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen zu müssen. Bereits jetzt liegt das durchschnittliche Rentenzugangsalter für eine Altersrente bei über 64 Jahren.

Immer mehr Bürgern wird klar, dass sie vorsorgen müssen

Obwohl viele Menschen sich den vorzeitigen Ruhestand wünschen, haben viele nicht privat vorgesorgt, zeigen diverse andere Studien. So spart fast jeder dritte Deutsche (30,4 Prozent) überhaupt nicht, wie eine Umfrage des Meinungsforschungs-Instituts Gfk Marktforschung im Auftrag eines Versicherers zeigt.

Besonders die 20- bis 40-Jährigen glauben, dass sie noch nicht genug für später vorgesorgt haben, wie die Altersvorsorge-Studie einer Bank ergab. Unter allen Befragten gaben 24 Prozent an, gar nicht oder schlecht vorgesorgt zu haben, weitere 37 Prozent halten ihre Vorsorge für „mittelmäßig“.

Auch eine Marktstudie des Managementberatungs- und Marktforschungs-Unternehmens MSR Consulting Group GmbH hat gezeigt, dass immer mehr Menschen der Ansicht sind, dass sie einen Vorsorgebedarf haben. Erkannten 2010 noch 26 Prozent der Befragten eine Versorgungslücke bei sich, sind es aktuell bereits 38 Prozent.

Individuelle Absicherung

Um eine Altersvorsorge entsprechend den gewünschten Zielen, wie den Erhalt des Lebensstandards und/oder den vorzeitigen Ruhestand zu planen, ist es für den Einzelnen wichtig zu wissen, wie hoch das Alterseinkommen sein wird. Ein Versicherungsexperte berechnet auf Wunsch nicht nur, welches Einkommen im Alter notwendig wäre, damit das Existenzniveau gesichert ist. Er ermittelt auch die voraussichtliche individuelle gesetzliche Rentenhöhe sowie das sonstige Einkommen aus möglichen Einkünften und Kapitalanlagen.

Besteht unter Einbeziehung der Inflation zwischen dem wahrscheinlichem Alterseinkommen und den eigentlich notwendigen Einkünften eine Diskrepanz – also eine Einkommenslücke –, berät der Versicherungsfachmann zudem, mit welchen individuell passenden Altersvorsorgeprodukten sich diese Lücke am besten schließen lässt.

Die private Versicherungswirtschaft bietet hierzu diverse Lösungen für eine Altersvorsorge, die teils auch mit Zuschüssen und/oder Steuervergünstigungen staatlich gefördert werden.