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Sicherheit für die eigenen vier Wände

Jeder, der ein Haus bauen oder kaufen möchte, sollte auch an die Risiken denken, die das Eigenheim beträchtlich schädigen oder sogar ganz zerstören können.

Sicherheit für die eigenen vier Wände

22.4.2014 (verpd) Die derzeit niedrigen Hypothekenzinsen ermöglichen es vielen, den Traum von den eigenen vier Wänden zu verwirklichen. Damit mögliche Risiken wie Brand, Blitzschlag, Sturm oder Überschwemmungen den Immobilienbesitz nicht zum finanziellen Albtraum werden lassen, sollte jeder, der sich ein Eigenheim kaufen oder ein Haus bauen möchte, dieses gegen derartige Gefahren absichern.

Es gibt einige Gefahren wie Brand, Blitzschlag, Explosion, Hagel und Sturm, aber auch der Bruch von Leitungswasserrohren, die an einem bestehenden Gebäude zu erheblichen Schäden bis hin zur vollständigen Zerstörung führen können. Solche Risiken lassen sich über eine Gebäudeversicherung absichern.

Zudem empfiehlt sich ein meist optional gegen Aufpreis möglicher Versicherungseinschluss von Elementarschäden, also von Schäden, die unter anderem durch Überschwemmung, Schneelast, Lawinen, Erdrutsch oder Erdbeben verursacht wurden. Der Versicherungsschutz einer Wohngebäude-Police umfasst das Gebäude einschließlich aller fest eingebauten Gegenstände, wie beispielsweise eines fest verklebten Teppichbodens, einer Einbauküche oder der Zentralheizungsanlage.

Für Neubauten

Doch nicht nur das bereits bezugsfertige Haus, sondern auch eine im Neubau befindliche Immobilie kann gegen diverse Schäden abgesichert werden. Je nach Vertragsvereinbarung deckt eine Rohbau-Police beispielsweise Schäden am Rohbau durch Feuer, Blitzschlag, Hagel und/oder Sturm ab. Eine zusätzliche Bauleistungs-Versicherung versichert alle Baustoffe, Bauteile und Bauleistungen für das Bauvorhaben gegen die in der Police vereinbarten Gefahren.

Unter anderem können in einem derartigen Vertrag zum Beispiel Schäden durch folgende Risiken versichert werden: außergewöhnliche Witterungseinflüsse wie Sturm, Hagel oder Überschwemmung, unbekannte Eigenschaften des Baugrundes, vorsätzliche Beschädigung durch Unbekannte, Diebstahl von versicherten und fest mit dem Gebäude verbundenen Sachen und/oder Glasbruch.

Wenn das Haus bezugsfertig ist, sollte dies der Rohbauversicherung gemeldet werden, denn in den meisten Fällen endet der Versicherungsschutz mit der Bezugsfertigkeit und nicht mit dem Zeitpunkt, zu dem das neue Eigenheim tatsächlich bezogen wird.

Individuell passender Versicherungsschutz

Grundsätzlich ist bereits vor dem Auftrag an die Baufirma oder den Generalunternehmer zu prüfen, welche Risiken über den Bauträger versichert sind, da diese Gefahren dann nicht über eine eigene Rohbauversicherung abgedeckt werden müssen. Dies ist vor allem beim Kauf eines Reihenhauses oder eines Fertigteilhauses sinnvoll, da hier oftmals zahlreiche Risiken bis zur Übergabe des Gebäudes vom Verkäufer beziehungsweise Bauträger getragen werden.

Übrigens: Viele Wohngebäude-Policen, die bereits ab Baubeginn abgeschlossen werden, enthalten zum Teil kostenlos eine Rohbauversicherung für eine bestimmte Zeit. Oftmals ist hier jedoch nur die Feuergefahr abgesichert, wenn nichts anderes, also zum Beispiel der Einschluss des Sturm- und Hagel-Risikos, vereinbart wurde.

Um sicherzugehen, dass das Bauvorhaben beziehungsweise die bezugsfertige Immobilie rundum abgesichert ist, sollte man sich prinzipiell bereits vor dem Kauf oder Baubeginn von einem Versicherungsfachmann beraten lassen, damit nichts übersehen wird. Unter anderem können beispielsweise auch Besonderheiten, wie eine Photovoltaikanlage oder teure Gebäudeverglasungen optional mit in den Versicherungsschutz eingeschlossen werden.