Nummern

Stets die passende Notfallnummer zur Hand

Mit diversen deutschland- und teils auch europaweit gültigen Notruf- oder Kurzwahlnummern lässt sich in verschiedensten Notlagen schnell die richtige Hilfe anfordern.

Stets die passende Notfallnummer zur Hand

14.4.2014 (verpd) In manchen Situationen wie bei einem Unfall mit Verletzten, einer plötzlich auftretenden, lebensbedrohlichen Erkrankung oder beim Diebstahl der Scheckkarte ist eine schnelle Hilfe notwendig, um einen größeren Schaden zu verhindern. Es gibt einige einheitliche Notrufnummern, die man am besten in sein (Mobil)Telefon abspeichern sollte, um im Bedarfsfall die entsprechend erforderliche Hilfe schnell und unkompliziert anzufordern.

Einer der wichtigsten deutschland- und europaweiten Notrufnummern ist die 112. Sie kann gewählt werden, wenn ein Rettungsdienst benötigt wird, weil eine Person lebensgefährlich verletzt oder erkrankt ist. Dies kann beispielsweise der Fall sein bei Unfällen mit Schwerverletzten oder bei Notfällen wie Herzinfarkt, starken Blutungen, schweren Schmerzzuständen, Verbrennungen, Vergiftungen oder Bewusstlosigkeit.

Unter der 112 kann in Deutschland und in Europa zudem eine akute Hilfe von der Feuerwehr oder Polizei angefordert werden. Die Polizei ist in Notfällen hierzulande zudem unter 110 zu erreichen.

Wenn am Sonn- oder Feiertag ein Arzt notwendig ist

Die einheitliche Rufnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes, in einigen Regionen Deutschlands auch als ärztlicher Notdienst oder Notfalldienst bekannt, ist die 116 117. Damit erreicht man niedergelassene Ärzte, die Patienten in dringenden medizinischen Fällen auch außerhalb der normalen Geschäftszeiten ambulant behandeln, also auch nachts sowie an Wochenenden und Feiertagen.

Die Kurzwahlnummer 116 117 ist bereits in fast ganz Deutschland gültig, nur im Saarland und in Baden-Württemberg wird diese Notrufnummer erst später eingeführt. Hier gibt es bis auf Weiteres noch regionale Telefonnummern für den Bereitschaftsdienst im Saarland und in Baden-Württemberg.

Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist nicht zu verwechseln mit dem Rettungsdienst (Notrufnummer 112), der in lebensbedrohlichen Fällen zu rufen ist.

Wenn Geldkarte und/oder Personalausweis weg sind

Ist die Geld- beziehungsweise Kreditkarte abhandengekommen, muss schnell gehandelt werden, damit Unberechtigte keinen Zugang zum Konto bekommen. Auch wer einen neuen Personalausweis mit elektronischer Identitätsfunktion verloren hat oder dieser geklaut wurde, sollte diesen schnell sperren lassen, um einem Missbrauch vorzubeugen.

Die Sperrung zahlreicher Geld- beziehungsweise Kreditkarten sowie neuer Personalausweise ist mit der in Deutschland gebührenfreien Sperrnotrufnummer 116 116 und aus dem Ausland mit den gebührenpflichtigen Telefonnummern +49 116 116 und +4930 4050 4050 möglich.

Vereinzelte Institute wie die Postbank sind nicht an den Sperrnotruf angeschlossen. Doch auch hier gibt es in der Regel Sperrnotrufnummern – bei der Postbank ist es die 0228 5500 5500 –, die bei den jeweiligen Instituten erfragt werden können. Eine Liste, welche Karten mit der 116 116 gesperrt werden können, gibt es unter www.sperr-notruf.de als herunterladbare PDF-Datei. Ausführliche Informationen zum Thema Kartensicherheit finden sich unter www.kartensicherheit.de.

Unfall- und Pannenhilfe

Bei einem Unfall oder einer Panne hilft eine einheitliche Notfallnummer der Kfz-Versicherer weiter, um beispielsweise einen Pannendienst, einen Abschleppwagen oder ein Ersatzfahrzeug zu organisieren. Die gebührenfreie Handy-Notrufnummer 0800 668 366 3 – oder als Buchstabenwahl 0800 NOTFON D – ist rund um die Uhr erreichbar und eine Art mobile Notrufsäule für jeden Kfz-Fahrer. Die Pannenhilfe kann auch per kostenlose App mit einem Handy oder Smartphone geholt werden. Für das iPhone oder andere Geräte der Marke Apple ist die App Pakoo im Appstore kostenlos herunterladbar.

Für Handys und Smartphones, die das Android-Betriebssystem unterstützen, kann die App „Pannenhilfe“ im Android Market ebenfalls kostenlos heruntergeladen werden. Übrigens: Die Kosten für eine Pannenhilfe und/oder einen Abschleppwagen können je nach Vertragsvereinbarung durch einen Schutzbrief, der meist optional in der Kfz-Versicherung mitversichert werden kann, übernommen werden.

Nützlich ist zudem der von der GDV Dienstleistungs-GmbH & Co. KG betriebene Zentralruf der Autoversicherer. Unter der Telefonnummer 0800 250 2600 für Anrufe im Inland und unter +4940 300 330 300 für Anrufe aus dem Ausland kann nach einem Unfall die zuständige Kfz-Versicherung eines in- oder auch ausländischen Unfallverursachers für die Schadenabwicklung erfragt werden. Anfragen zur gegnerischen Versicherung können zudem über ein im Internet abrufbares Formular des Zentralrufs der Autoversicherer gestellt werden.