Archiv für den Monat: März 2014

Tour nach Saarbrücken

Schönes Wetter, Fahrrad fahren und bitte mit Helm. Ein Unfall ohne Helm ….

Tour nach Saarbrücken

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Inwieweit sich ein Fahrradfahrer, der bei einem Verkehrsunfall, den er nicht verursacht hat, Kopfverletzung erlitten hat, ein Mitverschulden anrechnen lassen muss, weil er zum Unfallzeitpunkt keinen Helm trug, zeigen diverse Gerichtsurteile.

Fahrradunfall ohne Helm

31.3.2014 (verpd) Wird ein Fahrradfahrer unverschuldet in einen Unfall verwickelt und erleidet er dabei eine Kopfverletzung, die ein Fahrradhelm verhindert oder gemindert hätte, muss er sich gleichwohl nur in Ausnahmefällen ein Mitverschulden wegen Nichttragens eines Helms anrechnen lassen. Das hat das Oberlandesgericht Celle mit einem jüngst veröffentlichten Urteil entschieden (Az.: 14 U 113/13).

Ein Rennradfahrer war mit seinem Velo unterwegs, als er auf einer abschüssigen Straße bei einer Geschwindigkeit von circa 25 bis 30 km/h mit einer vor ihm fahrenden Radlerin kollidierte. Diese war unvermittelt nach links abgebogen, ohne ihre Absicht anzuzeigen und sich umzuschauen.

Es war zwischen den Beteiligten unstreitig, dass ausschließlich die Radlerin für den Unfall verantwortlich war. Diese wollte die Schmerzensgeldansprüche des Rennradfahrers in Höhe von 20.000 Euro gleichwohl nur zum Teil befriedigen. Denn insbesondere seine Kopfverletzung hätte nach Aussage eines Sachverständigen beim Tragen eines Fahrradhelms zumindest teilweise verhindert werden können. Den hatte der Rennradfahrer jedoch nicht aufgehabt.

Kürzung des Schmerzensgeldanspruchs

Das von dem Rennradfahrer in erster Instanz angerufene Verdener Landgericht schloss sich der Meinung der beklagten Unfallverursacherin an. Es stimmte zwar mit dem Kläger darin überein, dass in Deutschland für Fahrradfahrer keine gesetzliche Helmpflicht besteht.

Gleichwohl sei sein Schmerzensgeldanspruch um ein Fünftel zu kürzen. Denn schließlich setze er sich als sportlich ambitionierter Fahrer eines Rennrades einer erhöhten Gefahr aus. Er sei daher mit einem Skifahrer oder Reiter vergleichbar, die bei der Ausübung ihres Sports in der Regel ebenfalls einen Helm tragen würden.

Doch dem wollten sich die von dem Rennradfahrer in Berufung angerufenen Richter des Celler Oberlandesgerichts nicht anschließen. Sie gaben seiner Schmerzensgeldforderung in voller Höhe statt.

Eine Frage des Risikos

Nach Ansicht der Richter kommt es bei der Beurteilung der Frage, ob einen bei einem Unfall verletzten Radfahrer ein Mitverschulden an einer Kopfverletzung trifft, weil er keinen Helm getragen hat, ausschließlich darauf an, ob er sich bewusst besonderen Risiken ausgesetzt hat oder nicht.

Daher besteht selbst auf einer Trainingsfahrt keine allgemeine Obliegenheit, einen Helm zu tragen, wenn der Radfahrer dabei weder zu schnell noch besonders risikobehaftet fährt.

„Nur wenn sich ein Sport-Radfahrer im Straßenverkehr bewusst erhöhten Risiken aussetzt, die über das hinausgehen, was jeden normalen ‚Alltagsfahrer‘ betrifft und er sich dabei verletzt, kann ihm vorgeworfen werden, dass er keinen Helm getragen hat“, so das Gericht.

Nicht ungewöhnlich schnell

Von einer derart risikobehafteten Fahrweise ging das Gericht im Fall des Klägers nicht aus. Er sei am Tag des Unfalls zwar zwecks eines Ausdauertrainings unterwegs gewesen. Seine Geschwindigkeit zum Zeitpunkt seines Sturzes hielten die Richter jedoch angesichts der abschüssigen Straße für nicht ungewöhnlich hoch. Allein die Tatsache, dass jemand in seiner Freizeit das Radfahren als Sport betreibt, könne nicht zu seinen Lasten gehen.

Dem Einwand der Vorinstanz, dass ein sportlich ambitionierter Fahrradfahrer mit einem Reiter oder Skifahrer vergleichbar sei, wollten sich die Richter des Oberlandesgerichts nicht anschließen. Denn diese sportlichen Betätigungen seien nicht miteinander vergleichbar.

Schließlich werde ein Fahrrad auch im Alltag ganz allgemein zur Beförderung genutzt, wobei sich ein Fahrradfahrer den Regeln der Straßenverkehrsordnung unterzuordnen habe.

Eine juristisch umstrittene Frage

Wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Falls hat das Gericht eine Revision zum Bundesgerichtshof zugelassen. Bislang steht eine höchstrichterliche Entscheidung zu dem Thema aus.

Zwar haben sich auch andere Gerichte bereits mit der Frage eines Mitverschuldens bei der Nichtbenutzung eines Fahrradhelms befasst. Dabei sind sie jedoch zu recht unterschiedlichen Einschätzungen gelangt.

Zuletzt hatte das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht einem Radler nach einem Unfall das Schmerzensgeld gekürzt, weil er ohne Helm unterwegs war.

Kostenschutz

Übrigens: Wurde der Unfall von einem anderen verursacht, übernimmt eine private Rechtsschutz-Versicherung nach einer Leistungszusage die Gerichts- und Anwaltskosten, um berechtigte Schadenersatz und Schmerzensgeld-Forderungen durchzusetzen. Selbst wenn man einen entsprechenden Gerichtsstreit verliert, übernimmt sie die Kosten.

Wer sichergehen möchte, dass er – mit oder ohne Helm – nach einem Unfall auf jeden Fall finanziell abgesichert ist, egal inwieweit ein anderer für den erlittenen gesundheitlichen Schaden haftet oder nicht, sollte sich entsprechend privat absichern.

Eine private Unfallversicherung sowie eine Erwerbs- und/oder Berufsunfähigkeits-Versicherung können nämlich drohende Einkommensausfälle beispielsweise infolge eines unfallbedingten dauerhaften Gesundheitsschadens abwenden.

Sicherheit für die Photovoltaikanlage

sonnenaufgang

Photovoltaikanlagen auf Privat- und Geschäftshäusern, auf landwirtschaftlichen Gebäuden und auf Feldern werden durch diverse Risiken wie Diebstahl, Hagel, Blitzschlag und andere Gefahren bedroht. Die Besitzer können mögliche Schäden zumindest finanziell absichern.

Sicherheit für den Sonnenstrom

24.3.2014 (verpd) Da das Errichten einer Photovoltaikanlage in der Regel einiges kostet, ist es für viele Besitzer ratsam ihre Anlage gegen Diebstahl, Sabotage oder Bedienfehler aber auch gegen wetterbedingte Risiken wie Hagel, Brand und Blitzschlag zu versichern.

Versicherungsschutz für eine auf einem Gebäudedach montierte Solarstromanlage gegen Schäden durch Brand, Blitzschlag, Sturm und Hagel erhält der Betreiber gegen Aufpreis in den meisten Fällen durch die Gebäudeversicherung. Umfassender ist jedoch die Photovoltaik-Versicherung, die es für Anlagen gibt, die auf Dächer oder auch auf Felder errichtet wurden.

Sie deckt nicht nur die genannten Risiken, sondern zahlt in der Regel auch bei Schäden durch Diebstahl, Vandalismus, Sabotage, Bedienungsfehler, Material- und Konstruktionsfehler, Überspannung, Überschwemmung und Tierverbiss. Ersetzt werden in der Regel die Wiederherstellungs- oder auch Wiederbeschaffungs-Kosten.

Versichert sind meist alle Teile, die unmittelbar zum Funktionieren einer Photovoltaikanlage gehören, wie Solarmodule, Montagerahmen, Befestigungselemente, Mess-, Steuer- und Regeltechnik, Wechselrichter und Verkabelung. Meist nicht versicherbar bleiben Risiken, wie Vorsatz des Anlagenbetreibers, betriebsbedingte Abnutzung und Schäden infolge von Krieg oder Kernenergie.

Absicherung des Ertrags

Neben der Absicherung von Sachschäden empfiehlt sich besonders für Großprojekte der Abschluss einer sogenannten Ertragsausfall-Versicherung. Sie kann entweder optional bei der Photovoltaik-Versicherung gegen Aufpreis miteingeschlossen oder in Form einer eigenen Police versichert werden. Die Ertragsausfall-Versicherung springt ein, wenn die Photovoltaikanlage aufgrund bestimmter Risiken ausfällt und keinen Strom mehr produziert.

Die Höhe der Versicherungsprämie richtet sich unter anderem nach der Größe und Art der Photovoltaikanlage. Ein Versicherungsfachmann hilft dem Anlagenbetreiber auf Wunsch dabei, einen für seine Anlage maßgeschneiderten Versicherungsschutz zu erhalte

Scheidung und was dann ? Die Folgen auf die spätere Rente

Bei einer Scheidung gibt es oft nicht nur Streit um das Hab und Gut, sondern auch um die Renten- und Altersversorgungs-Ansprüche, die der Einzelne während seiner Ehezeit erworben hat. Eine Broschüre zeigt, welche Auswirkung eine Scheidung auf die spätere Rente hat.

Welche Folgen eine Scheidung auf die spätere Rente hat

24.3.2014 (verpd) Während einer Ehe erarbeitet sich ein Paar in der Regel diverse Sach- und Vermögenswerte wie eine Immobilie, Autos und/oder erspartes Geld auf Bankkonten oder in Form von Lebensversicherungen und sonstigen Geldanlageformen gemeinsam. Bei einer Scheidung werden diese Werte normalerweise in irgendeiner Form aufgeteilt. Ähnliches gilt im Übrigen auch für Renten- und Versorgungsansprüche der einzelnen Ehegatten, wie eine aktuelle Broschüre zeigt.

Ähnlich wie Sach- oder Vermögenswerte, die während einer Ehe angeschafft oder angespart wurden, sind von einer Scheidung auch die Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung sowie aus privaten Rentenversicherungen betroffen. Diese Versorgungsanrechte, welche die Ehepartner während ihrer Ehe erworben haben, werden im Rahmen des sogenannten Versorgungsausgleichs normalerweise zu gleichen Teilen aufgeteilt. So soll sichergestellt werden, dass beide Partner gleich hohe Versorgungsansprüche aus der Ehezeit haben.

Vor dem Gesetz werden nämlich derartige Versorgungsanrechte als gemeinschaftliche Lebensleistung betrachtet, die bei einer Trennung aufzuteilen sind. Im Rahmen des Scheidungsverfahrens entscheidet das Familiengericht über die genaue Aufteilung dieser Ansprüche. Ein gesonderter Antrag muss hierfür nicht gestellt werden, wenn die Ehe länger als drei Jahre bestanden hat.

Der Versorgungsausgleich

Bei einem derartigen Versorgungsausgleich werden beispielsweise Renten oder -anwartschaften aus der gesetzlichen Rentenversicherung oder von berufsständischen Versorgungs-Einrichtungen sowie Ansprüche aus Riester- und Rürup-Renten aufgeteilt.

Das Gleiche gilt für Versorgungen oder Versorgungs-Anwartschaften aus einem Beamtenverhältnis oder aus der betrieblichen Altersversorgung wie einer Direktversicherung. Auch die Renten oder Rentenanwartschaften aus privaten Versicherungsverträgen wie eine Versicherung wegen Berufs-, Erwerbs-, Dienstunfähigkeit oder Invalidität oder auch eine Lebensversicherung auf Rentenbasis werden im Versorgungsausgleich aufgeteilt.

Nicht vom Versorgungsausgleich betroffen sind dagegen Leistungen mit Entschädigungscharakter. Darunter fallen zum Beispiel Renten aus der gesetzlichen oder privaten Unfallversicherung, aber auch private Lebensversicherungen, die nach Vertragsablauf nicht als Rente, sondern als Kapitalsumme ausgezahlt werden. Bei Letztgenanntem kann jedoch ein güterrechtlicher Ausgleich im Rahmen des Zugewinnausgleichs in Betracht kommen.

Härtefälle und Vereinbarungen

Kein Versorgungsausgleich wird bei bestimmten Härtefällen durchgeführt, beispielsweise wenn ein Ehepartner während der Ehe seine Pflicht zum Familienunterhalt beizutragen, grob verletzt hat. Wenn beide Ehepaare dies wünschen, kann in einem notariellen Ehevertrag auch von vornherein eine Aufteilung der Versorgungsansprüche im Scheidungsfall ausgeschlossen werden.

Selbst während des laufenden Scheidungsverfahrens kann eine Vereinbarung über den Versorgungsausgleich, die von der gesetzlichen Aufteilung abweicht, unter Berücksichtigung gewisser Formalitäten getroffen werden, wenn beide Ehepartner einverstanden sind. Zum Beispiel kann ein Ehegatte auf die vom anderen Ehepartner erworbenen Versorgungsansprüche verzichten, wenn ihm dafür beispielsweise das während der Ehe erworbene Wohnhaus zugesprochen wird.

Bei der Deutschen Rentenversicherung kann die aktualisierte Broschüre „Geschiedene: Ausgleich bei der Rente“ bestellt oder auch kostenlos heruntergeladen werden. Sie gibt detaillierte Informationen, welche Versorgungsansprüche wie geteilt werden, was davon nicht betroffen ist und wie sich zum Beispiel ein Versorgungsausgleich auf die Rente auswirkt.

Übernahme von Schadenfreien Jahren.

Übertragungen von Kfz Schadenfreien  Jahren können im ausnahmefalle auch von anderen Personen wie der direkten Verwandtschaftline übernommen werden. Wir helfen gerne bei der Klärung. 

Es drohen Zusatzbeiträge

Setzt die Bundesregierung ihre angekündigten Pläne zur Kürzung der Zuschüsse zur gesetzlichen Krankenversicherung um, dann müssen gesetzlich Krankenversicherte aller Voraussicht nach mit Zusatzbeiträgen rechnen.

Gesetzlich Krankenversicherten drohen Zusatzbeiträge

24.3.2014 (verpd) Die Regierung plant weitere Kürzungen der Bundeszuschüsse zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Milliardenhöhe. Die gesetzlichen Krankenkassen warnen vor einem „Beschleunigungsprogramm” für Beitragserhöhungen.

Die Große Koalition will die Bundeszuschüsse zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in 2014 und 2015 um weitere jeweils drei Milliarden Euro kürzen. Für 2014 war bereits eine Kürzung über eine Milliarde Euro auf 10,5 Milliarden Euro vorgesehen.

Der Bund hat seine Zuschüsse, die insbesondere zur Absicherung versicherungsfremder Leistungen wie der Familienversicherung gedacht sind, seit 2010 stetig zurückgeführt.

Kritik vom GKV-Spitzenverband

Derzeit liegt der Beitragssatz in der GKV bei 15,5 Prozent, wobei Arbeitnehmer 8,2 Prozent und Arbeitgeber 7,3 Prozent aufbringen. Nach den Reformplänen von CDU/CSU und SPD soll der Beitragssatz künftig paritätisch mit jeweils 7,3 Prozent finanziert werden. Jede Krankenkasse soll dann frei entscheiden können, welchen Zusatzbeitrag sie von ihren Mitgliedern verlangt.

Die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands Dr. Doris Pfeiffer Pfeiffer erklärte dazu in Berlin: „Den Bundeszuschuss zu kürzen, wäre ein Beschleunigungsprogramm für Beitragserhöhungen.“ Die aktuelle gute finanzielle Lage in der GKV dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben spätestens 2015 wieder aufgehe.

Nach Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) mussten die gesetzlichen Krankenkassen bereits in den ersten neun Monaten 2013 ihre Reserven angreifen, da die Ausgaben deutlich schneller als die Einnahmen gestiegen waren. Im Ergebnis ergab sich per Ende September 2013 ein Finanzierungsdefizit von 1,1 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte sich noch ein Finanzierungsüberschuss von 4,0 Milliarden Euro ergeben.

Wann der Blutdruck zum Risiko wird

Fast jeder Dritte in Deutschland hat Bluthochdruck, einer der höchsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Niereninsuffizienz. Jeder sollte daher wissen, ob seine Blutdruckwerte überhöht sind, um gegebenenfalls etwas dagegen tun zu können.

Wann der Blutdruck zum Risiko wird

24.3.2014 (verpd) Nach einer aktuellen Studie des Robert Koch Instituts leiden fast 32 Prozent der Erwachsenen in Deutschland an Bluthochdruck (Hypertonie). In vielen Fällen wird die Hypertonie jedoch erst bemerkt, wenn der Kreislauf oder innere Organe geschädigt sind oder wenn es zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall kam.

Im Herz-Kreislauf-System werden alle Körperregionen mithilfe des Blutes mit Nährstoffen versorgt. Das Blut muss dazu mit einem bestimmten Druck durch die Gefäße fließen. Je nachdem, welchen Bedarf der Organismus hat, wird bei einem gesunden Menschen die Höhe des Blutdrucks entsprechend angepasst. Beispielsweise steigt der Blutdruck bei körperlichen Anstrengungen und sinkt während einer Ruhephase oder beim Schlafen.

Ist der Blutdruck jedoch auf Dauer zu hoch, besteht nach Angaben von Gesundheitsexperten eine siebenfach höhere Gefahr, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, als bei Menschen mit normalen Werten. Ein Ergebnis der vor Kurzem veröffentlichten Untersuchung „Die Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS1) des Robert Koch Instituts zeigt, dass hierzulande bereits 29,9 Prozent der 18- bis 79-jährigen Frauen und 33,3 Prozent der Männer dieser Altersgruppe unter Hypertonie leiden. Einige Betroffene wussten nicht, dass sie Bluthochdruck haben.

Der passende Blutdruckwert

Bei der Blutdruckmessung werden zwei Werte ermittelt: Der obere (systolische) Druck ist der höchste Blutdruck, der durch die Herzmuskelkontraktion entsteht (Systole = Anspannungs- und Auswurfphase) und mittels der daraus resultierenden Pulswelle gemessen wird. Der untere (diastolische) Blutdruck ist der niedrigste Blutdruck, der vor der folgenden Herzmuskelkontraktion (Diastole = Entspannungs- und Füllungsphase) gemessen wird.

Die Blutdruckwertangabe erfolgt in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg), wobei 1 mmHg dem Druck entspricht, der von einer Quecksilbersäule von einem Millimeter Höhe erzeugt wird. Nach der geläufigsten Definition liegt eine Hypertonie (Bluthochdruck) vor, wenn der systolische (obere) Blutdruckwert 140 mmHg und/oder der diastolische (untere) Wert 90 mmHg oder mehr beträgt. Bei Bluthochdruck sollte immer ein Arzt zurate gezogen werden, denn in manchen Fällen ist eine Medikamenteneinnahme notwendig.

Regelmäßig messen

Prinzipiell ist es sinnvoll, den Blutdruck regelmäßig messen zu lassen. Regelmäßig deshalb, da ein normaler oder niedriger Blutdruck im Laufe der Zeit nicht unbedingt immer so bleibt. Dies ist auch dadurch bedingt, weil im Alter die Gefäße ihre Elastizität verlieren können, was wiederum zum Bluthochdruck führen kann.

Eine Messung kann beim Arzt oder auch in der Apotheke geschehen. Alternativ gibt es auch spezielle Blutdruckmessgeräte für den Eigengebrauch. Um einem hohen Blutdruck vorzubeugen oder für eine Verbesserung im Krankheitsfall zu sorgen, ist eine gesunde Lebensweise von großer Bedeutung. Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass ein mäßiger Bluthochdruck mit systolischen Blutdruckwerten zwischen 140 bis 159 mmHg und/oder diastolischen Werten zwischen 90 bis 99 mmHg durch eine Änderung der Lebensweise normalisiert werden kann.

Die richtige Ernährung

Neben regelmäßiger Bewegung, am besten einem dreimal wöchentlichen Ausdauertraining von je 30 bis 45 Minuten, gehören dazu ein ausreichender und ungestörter Schlaf, die Vermeidung oder Abbau von Übergewicht und chronischem Stress, kein Nikotin und eine gesunde Ernährung. Gesundheitsexperten empfehlen hierzu insbesondere viel Gemüse, Vollkornprodukte, Salat, Obst, mindestens zweimal pro Woche Fisch, aber höchstens zwei- bis dreimal wöchentlich Fleisch. Raps- und Olivenöl ist gehärteten Fetten wie Butter vorzuziehen.

Wichtig sei zudem eine salzarme Ernährung mit maximal vier Gramm Salz pro Tag, möglichst wenig Alkohol und Zucker, dafür aber mindestens 1,5 Liter kalorienfreie oder -arme Getränke wie Wasser oder ungesüßte Tees.

Hochwasserschäden: Massive Steigerung droht

Eine Analyse prognostiziert für Europa eine Zunahme der Katastrophenhäufigkeit – und eine noch weit stärkere Zunahme der Schadensummen als bisher.

Hochwasserschäden: Massive Steigerung droht

24.3.2014 (verpd) Flutkatastrophen wie jene im Juni 2103 werden in der EU bis zum Jahr 2050 häufiger werden: Statt wie bisher alle 16 Jahre wird die Frequenz auf eine zehnjährige Wiederkehr sinken. Steigen wird hingegen die durchschnittliche jährliche Schadensumme von bislang knapp fünf Milliarden Euro auf mehr als 23 Milliarden Euro. Das geht aus einer aktuellen Analyse hervor.

Gerade Mitteleuropa ist in den letzten Jahren zunehmend von Flutkatastrophen in Mitleidenschaft gezogen worden. Im Zuge dessen hat sich die Diskussion um adäquate Absicherungsmodelle intensiviert. Auftrieb könnten sie nun durch eine kürzlich veröffentlichte Analyse erhalten, an der Forscher der VU Universität Amsterdam, des Internationalen Instituts für angewandte Systemanalyse (IIASA) und der Gemeinsamen Forschungsstelle (Joint Research Centre, JRC) der EU-Kommission beteiligt sind.

Zum einen werden laut der Analyse die Auswirkungen solcher Naturereignisse aufgrund der sozioökonomischen Entwicklung größer. Zum anderen seien beispielsweise die Flutkatastrophen 2002 und 2013 Anzeichen dafür, dass Häufigkeit und Intensität infolge des Klimawandels zunehmen. Rund zwei Drittel des modellierten Risikozuwachses seien auf sozioökonomisches Wachstum zurückzuführen, ein Drittel auf den Klimawandel.

Bis zu fünfmal mehr Schäden sind möglich

Während Überflutungen in der EU von 2000 bis 2012 geschätzte 4,9 Milliarden Euro pro Jahr an Schaden verursacht haben, dürfte demnach in Zukunft noch mit deutlich größeren Schäden zu rechnen sein. Die Analyse prognostiziert bis zum Jahr 2050 einen möglichen Anstieg fast auf das Fünffache: 23,5 Milliarden Euro.

Schäden von der Dimension der Überflutungen in Europa 2013 sind laut der Projektion künftig häufiger zu erwarten: Ereigneten sie sich bislang statistisch alle 16 Jahre, so werden sie bis 2050 alle zehn Jahre auftreten.

Das Hochwasser, das im Juni 2013 mehrere Länder Europas heimgesucht hatte, hatte nach Angaben eines Rückversicherers Schäden in Höhe von etwa 13 Milliarden Euro hinterlassen. Alleine die deutsche Versicherungswirtschaft hat ihren Kunden Schäden in Höhe von rund zwei Milliarden Euro bezahlt – mehr als beim „Jahrhunderthochwasser“ 2002.

Schutz für die Immobilie und das Auto

Schäden, die durch Überschwemmung oder Hochwasser verursacht werden, gelten als Natur- oder auch Elementarschäden. In einer Gebäudeversicherung sind diese Schadensarten in der Regel nur abgedeckt, wenn Elementarschäden mitversichert wurden. Das Gleiche gilt auch bei der Hausrat-Police.

Der Einschluss einer Elementarschaden-Versicherung, die unter anderem für Schäden aufkommt, die durch Schneelast, Hochwasser und Starkregen, Lawinen, Erdbeben, Erdfall, Erdrutsch und Vulkanausbruch verursacht wurden, ist meist gegen einen kleinen Aufschlag möglich.

Beim Auto hilft eine Teilkasko-Versicherung weiter. Sie übernimmt unter anderem die Kfz-Schäden, die dadurch entstanden sind, dass ein geparktes oder stehendes Auto von plötzlich auftretenden Wassermassen wie beispielsweise bei einem Hochwasser überschwemmt wird. Bei der Schadenregulierung wird eine vereinbarte Selbstbeteiligung von der Entschädigungssumme abgezogen. In der Vollkaskoversicherung ist im Übrigen die Teilkasko automatisch enthalten.

Die Hauptursachen von Stress

Eine aktuelle Studie einer gesetzlichen Krankenkasse kommt zu dem Ergebnis, dass der Beruf bei fast jedem zweiten Erwachsenen Stressfaktor Nummer eins ist. Doch es gibt auch einige andere Ursachen, die zu psychischen Erkrankungen führen.

Die Hauptursachen für Stress

17.3.2014 (verpd) Eine vor Kurzem von der Techniker Krankenkasse veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich über die Hälfte der Erwachsenen immer wieder gestresst fühlt. Mehr als jeder Zweite hat das Gefühl, dass sein Leben in den letzten drei Jahren stressiger geworden sind. Dabei ist bei vielen nicht nur der Job alleine der Grund einer Überbelastung.

Die aktuelle Studie „Bleib locker, Deutschland“ der Techniker Krankenkasse hat unter anderem untersucht, was die häufigsten Ursachen für eine psychische Überbelastung bei Erwachsenen sind. Insgesamt fühlen sich nach einer Umfrage unter 1.000 Erwachsenen in Deutschland 37 Prozent manchmal und 20 Prozent häufig gestresst. 67 Prozent der Befragen gaben an, dass sie aktuell mehr Stress haben als noch vor drei Jahren.

Für 47 Prozent der Befragten, die sich in irgendeiner Art gestresst fühlen, ist der Job die Hauptursache dafür. Nach Geschlecht aufgeteilt gaben dies als Hauptursache 43 Prozent der Frauen und 52 Prozent der Männer an.

Zu viel Perfektionismus

Ein weiterer Hauptgrund mit insgesamt 41 Prozent sind „hohe Ansprüche an sich selbst“. Diesen Stressauslöser nannten mit 48 Prozent besonders viele Frauen. Bei den Männern waren es nur 35 Prozent. Weitere Faktoren, die eine psychische Belastung nach sich ziehen, sind für 34 Prozent der „Gestressten“ private Konflikte, für 32 Prozent Krankheiten eines ihnen Nahestehenden und für 27 Prozent Geldsorgen. Durch diese Ursachen fühlen sich prozentual fast gleich viele Männer wie Frauen gestresst.

Weitere Auslöser einer Überforderung sind für 23 Prozent der Haushalt und für 22 Prozent die Kindererziehung. Hier sind jedoch die Unterschiede zwischen Männer und Frauen signifikant. 31 Prozent der Frauen fühlen sich durch den Haushalt gestresst. Bei den Männern sind es 14 Prozent. Und auch bei der Kindererziehung sehen sich mit 27 Prozent der Frauen deutlich mehr psychisch belastet als Männer (17 Prozent).

Nach Angaben der Techniker Krankenkasse ist jeder sechste Krankschreibungstag hierzulande inzwischen psychisch bedingt. Durchschnittlich ist jede erwerbstätige Person im Alter zwischen 15 und 65 Jahren knapp zweieinhalb Tage im Jahr aufgrund einer Depression, einer Belastungs- oder Angststörung krankgeschrieben. Die häufigsten gesundheitlichen Beschwerden besonders gestresster Personen sind Rückenschmerzen und Muskelverspannungen, Erschöpfungszustände und Schlafstörungen.

Maßnahmen gegen Stress

Die Gesundheitsexperten raten Gestressten, Dinge zu ändern, die sie selbst auch ändern können. Bereits Kleinigkeiten wie den Schreibtisch aufräumen erleichtern oftmals den Arbeitsalltag. Eine vernünftige Organisation des Tages- und Arbeitsablaufes, beispielsweise sich Prioritäten zu setzen, was am Tag tatsächlich zu erledigen ist, vermeidet Stress.

Bewusste Pausen und Entspannungsübungen sorgen für mehr Ruhe. Diverse Krankenkassen beteiligen sich nach Absprache auch an den Kosten für Entspannungskurse.

Auch die eigene Erwartungshaltung sollte realistisch sein. Eine stetige Überforderung und ständige Enttäuschungen sind für diejenigen, die zu viel von sich selbst verlangen, vorprogrammiert. Wichtig ist es zudem, Nein sagen zu können, damit man in Stresssituationen nicht noch mit zusätzlichen Arbeiten und Aufgaben behelligt wird. Wer sich über längere Zeit gestresst fühlt und keine Aussicht auf Besserung sieht, sollte sich einem Arzt anvertrauen, um mögliche stressbedingte Erkrankungen zu verhindern.

Kostenlose Broschüren und Informationen

Tipps und Hilfen, wie der Einzelne mit Stress umgehen kann, ohne krank zu werden, oder wie es erst gar nicht zur Überforderung kommt, werden von diversen, auch amtlichen Stellen angeboten. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bietet unter anderem umfangreiche Informationen von den Symptomen bis zur Behandlung von Schlafstörungen, Depressionen bis hin zum Burn-out.

Das Deutsche Netzwerk für betriebliche Gesundheitsförderung (DNBGF), das sich unter anderem mit psychischen Belastungen am Arbeitsplatz beschäftigt, stellt diverse Broschüren, Ratgeber und auch Linktipps für Arbeitgeber und Betroffene online zur Verfügung. Unter anderem kann hier der kostenlose 40-seitige Ratgeber „Kein Stress mit dem Stress“ heruntergeladen oder auch in Papierform bestellt werden.

Mit dem Projekt „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“ (psyGA) bietet die Initiative Neue Qualität der Arbeit kleineren und mittleren Unternehmen Tipps, wie sie die Überbelastung ihrer Mitarbeiter verhindern können. Unter anderem gibt es Arbeitshilfen sowie Tests zur Selbsteinschätzung.

Singles können sich auch schützen

Dies und mehr finden Sie auf unserem Versicherungsweblog.

Viele Alleinstehende müssen für sich alleine aufkommen und für mögliche Ereignisse wie Krankheit, Pflege und das Alter selbst vorsorgen. Mit der richtigen Tarifwahl können sie jedoch bares Geld sparen, wenn bestimmte Kriterien beim Versicherungsschutz berücksichtigt werden.

Günstiger Versicherungsschutz für Singles

10.3.2014 (verpd) Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gab es 2012 rund 16,5 Millionen Einpersonenhaushalte, Tendenz steigend. Viele Versicherer entlasten Singles finanziell durch verbilligte Versicherungspolicen.

Normalerweise ist der Leistungsumfang für diverse Versicherungsarten wie die Privathaftpflicht-, Rechtsschutz-, Kfz- oder Auslandsreise-Krankenversicherung auf einen Mehrpersonenhaushalt abgestimmt. Damit sind auch die Familienmitglieder, wie der Ehepartner oder die minderjährigen Kinder, die in dem Haushalt des Versicherungsnehmers wohnen, in der Regel kostenlos mitversichert.

Für den Versicherer ist das Risiko eines Schadens bei Singles, die alleine leben, entsprechend kleiner. Daher bieten viele Versicherer Alleinstehenden für diese Versicherungssparten vergünstigte Prämien an.

Eingeschränkter Leistungsumfang möglich

Der Versicherungsumfang ist daher bei manchen Single-Tarifen ausdrücklich auf den Versicherungsnehmer als versicherte Person begrenzt. Dadurch sind bei einer solchen Privathaftpflicht- oder Rechtsschutz-Police mitunter Kinder und nicht eheliche Partner nicht automatisch mitversichert.

Für Alleinerziehende oder Singles, die mit einem Lebensgefährten zusammenleben, sind diese Tarife nicht zu empfehlen. Wer als Alleinstehender mit seinem Partner zusammenziehen möchte und/oder ein Kind bekommt, sollte bei bestehenden Verträgen in den Vertragsbedingungen nachlesen oder beim Versicherer nachfragen, inwieweit Angehörige in diesen Policen mitversichert sind. Gegebenenfalls kann der bisherige Singlevertrag gegen einen kleinen Aufpreis entsprechend umgestellt werden, sodass der Partner und/oder das Kind ebenfalls über den Vertrag abgesichert sind.

Übrigens: Nicht immer ist ein Single-Tarif trotz der billigeren Prämie günstiger als bei anderen Versicherern der Normaltarif. Ein Gespräch mit einem Versicherungsexperten kann hier Klarheit schaffen.

Unsere 2 jungen Damen

Abteilung Tierversicherung

Aufgrund der verstärkten Nachfrage zu Tierversicherungen  übernehmen unsere 2 jungen Damen diesen Bereich. Sie werden ihren ersten Imagefilm zu diesem Thema selbst erstellen und freuen sich auf den neuen Aufgabenbereich. Natürlich werden Thomas, KLaus und Ellen noch zur Seite stehen. Anfragen zu diesem Thema mit dem Kennwort Tierversicherung gerne via Mail an info@assura-suedwest.de

LIsa Müller und Bianca Heinz ( lks nach rechts )